Digitaler Wandel und Ausbildung

Eine neue Arbeitshilfe von JOBSTARTER plus beschäftigt sich mit der Digitalisierung in der Ausbildung und gibt zahlreiche Praxisbeispiele für kleine und mittlere Betriebe.

Titelbild der Arbeitshilfe

Eine alte Fußballweisheit beschreibt treffend, was aktuell auch in Bezug auf die Ausbildung für den digitalen Wandel gilt: Eine gute Spielmacherin spielt den Ball nicht dahin, wo die Flügelstürmerin gerade steht, sondern dahin, wo sie bei der Ballannahme sein wird (für männliche Fußballspieler gilt natürlich das Gleiche).

 

Ebenso verhält es sich mit der Frage, wie die Ausbildung angesichts der digitalen Transformation zu gestalten ist: Bei den Auszubildenden ist die Handlungsfähigkeit für die zukünftigen Anforderungen zu fördern. Das gesamte Bildungssystem muss somit mehr Raum für Digitalthemen öffnen, um aktuelle und künftige Generationen bestmöglich auf neue Arbeits- und Lebenswelten vorzubereiten. Die Corona-Pandemie hat jüngst zusätzlich dazu beigetragen, dass diese Erkenntnis zwischenzeitlich breit akzeptiert ist.

 

Dies gilt auch und gerade für die duale Berufsausbildung. Die begleitende Evaluation des JOBSTARTER-plus Programms zeigt wie viele andere Untersuchungen auch, dass Aus- und Weiterbildung zu einem Schlüsselprozess für die digitale Transformation werden. Wenn Unternehmen den digitalen Wandel bestehen wollen, ist es notwendig, dass sie sich strategisch mit der Digitalisierung beschäftigen und die erforderliche Personalentwicklung gleich mitdenken. Aus- und Weiterbildung müssen stärker miteinander und mit der Digitalstrategie des Unternehmens verzahnt werden. Eine für die fortschreitende Digitalisierung sensibilisierte Aus- und Weiterbildung hat das Potenzial, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Attraktivität von Betrieben, Berufen und Branchen in der Zukunft sicherzustellen.

 

Die Digitalisierung hat für die Berufsbildung vielfältige Auswirkungen:

  • Es ergeben sich neue Möglichkeiten für das Ausbildungsmarketing.
  • Für die Berufsbilder werden neue Inhalte relevant, die Methoden und Medien für die Vermittlung erweitern sich und bieten neue Potenziale für das Lernen.
  • Die Kooperationen zwischen den an der Ausbildung beteiligten Partnern erhalten einen neuen Stellenwert.

In der dritten Förderrunde Teil B von JOBSTARTER plus haben 20 Projekte drei Jahre lang zum Thema Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaft 4.0 gearbeitet. Die Erfahrungen dieser Arbeit zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen in der Regel noch am Anfang der Entwicklung stehen und zu all diesen Themen Beratung benötigen. Häufig lassen die laufenden Geschäftsprozesse wenig Raum, sich mit den komplexen Entwicklungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Es fehlt zudem teils auch an geeigneten Netzwerken und der Kenntnis von regionalen Unterstützungsangeboten für Betriebe. Dies gilt insbesondere für KMU. In der vorliegenden Arbeitshilfe sind hilfreiche Praxistipps und Beispiele für solche Beratungsarbeit zusammengestellt.

 

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